Ein Weidenzaun entsteht

In diesem Frühjahr haben unser Hausmeister, Herr Steppeler, und ich Weidenruten geschnitten. Man glaubt ja nicht, wie schwer solch ein Bündel frischer Zweige ist…..

Frische Weidenruten sind sehr biegsam, deswegen kann man alles Mögliche daraus herstellen, z.B. einen praktischen Weidenzaun. Dafür muss man erstmal die Weidenruten besorgen, aber auch dickere Holzpflöcke oder Zweige, die man als Zaunpfähle fest in die Erde schlägt.

Danach webt man die Weidenruten, die möglichst nicht so dick sein sollten (gut sind einjährige Ruten) immer abwechselnd um die Pflöcke, am besten am Anfang mal von der einen, mal von er anderen Seite, damit die Pflöcke gleichmäßig belastet  und nicht schief werden.

Man spricht davon, Weiden zu flechten, aber eigentlich handelt es sich um Weben!

Und immer so weiter … bis es so hoch ist, wie man möchte. Die Enden werden gleichmäßig auf eine Länge abgeschnitten, und dann kann man als Abschluss auch noch eine Verzierung obendrauf anbringen. Diese hier ist noch in Arbeit:

Zum Flechten müssen die Zweige übrigens ziemlich frisch sein!

Wer das jetzt probieren möchte, muss aber erstmal warten, denn Bäume schneiden oder sogar fällen darf man nur zwischen Oktober und Februar, damit z.B. Vögel beim Brüten im Frühling und Sommer nicht gestört werden. Außerdem würden die Pflanzen, die jetzt mitten im Frühling gerade sehr mit Wachsen und Austreiben beschäftigt sind, ihren Baumsaft zu sehr verlieren, sie würden aus den Schnittstellen tropfen, also regelrecht „ausbluten“ und dadurch sehr geschwächt! Daher ist das Flechten von Weidenruten traditionell eine typische Herbst-Winterbeschäftigung.

 

Im Garten tut sich was!

Hier sind ein paar Einblicke in unsere Garten-Aktivitäten der letzten Wochen:

Unser Hausmeister hängt das Vogelhäuschen auf, das Tim mit seinem Vater zusammen für unseren Garten selbst gebaut hat.

Die Bienen-Gruppe ist nebenan aktiv und reinigt die verwaisten Beuten, damit sie bald wieder neuen Bienenvölkern ein Zuhause geben können, denn die letzten Bienenvölker haben den Winter leider nicht überlebt.

Ein neues Beet – ein richtiger Acker! – wird von uns vermessen, damit wir unseren Traumgarten noch besser verwirklichen können.

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Auch zwei Obstbäume wurden durch den städtischen Bauhof schon gepflanzt, eine Birne und ein Apfel. Hier kommt dann auch unser Acker hin.

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Derweil blühen am Rande unserer Wiese ganz gelassen und ruhig die Veilchen und wundern sich vielleicht, was drumherum so alles los ist!

Initiative gegen Vogelschlag

Die Situation:

Letztes Jahr, als wir den Garten gegründet hatten, ist uns aufgefallen, dass das Vogelsterben an den Scheiben der Schule wirklich ein großes Thema ist,  denn rund um die Gebäude waren im vergangenen Jahr wirklich viele tote Vögel zu finden  – alle durch Scheiben gestorben, allein auf er Gartenseite fast wöchentlich! Und auch schon in diesem Jahr erzählen mir Schülerinnen und Schüler ab und zu: „Neulich ist schon wieder ein Vogel gegen unsere Scheibe geflogen!“

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Darunter war auch ein seltener, junger Grünspecht. Nach Aussage unseres Hausmeisters nicht der einzige…

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Die Ursache…

… besteht in spiegelnden, großen Fensterflächen, die dem Vogel vorgaukeln, dass da nichts ist außer Landschaft und Himmel… Unser Schulgebäude ist für Menschen besonders schön gebaut: hell und großzügig. Durch die schöne  grüne Umgebung erhöht sich jedoch die Gefahr für die Vogelwelt durch Spiegelungen noch zusätzlich.

Was kann man da also tun?

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Spur einer durch den Aufschlag verletzten Amsel – ein trauriger, verzichtbarer Anblick!

 

 

Eine schnelle Erste-Hilfe-Lösung

Flächendeckende Fensterbasteleien und dauerhafte Dekoration sind ein erster Ansatz, um den Scheiben etwas von ihrer Unsichtbarkeit zu nehmen. Diese Idee, aus dem Schulgarten heraus entstanden, von der Umwelt-AG aus dem Kollegium mitgetragen und ganz im Sinne unserer Teilnahme an „Schule der Zukunft – Bildung für Nachhaltigkeit“, wurde glücklicherweise vom Kollegium mit großer Mehrheit unterstützt. Das nutzt nicht nur den Vögeln – auch der Klassengemeinschaft kommt diese Bastelaktion durch gemeinsame, individuelle Gestaltung der Klassenfenster sehr zugute.

Viele Fenster zeigen sich daher jetzt im neuen, schönen Gewand (zum Vergrößern bitte anklicken!):

 

Nachhaltige Hilfe?

Dass die Spiegelungen hierdurch nicht weggezaubert sind, steht jedoch weiterhin außer Frage:

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Im Sinne des Arten- und Naturschutzes und der Übernahme von Verantwortung für das eigene Tun und dessen Auswirkungen, auch im Kleinen vor der eigenen Haustür, haben unsere Schülerinnen und Schüler einen ihnen möglichen Schritt gemeinsam getan. Das Bewusstsein für dieses Thema ist hergestellt. Nun schauen wir weiter…

 

 

Wespen im Frühjahr…

… sind echte Königinnen!

Und nur diese. Heute hat sich eine solche leider in der 5-Minuten-Pause in unseren Klassenraum verirrt und wurde erschlagen. Von ein paar Schülern. Weil sie dieses Tier für eine Biene hielten, – was auch kein Grund ist.

Ein echter Königinnenmord! Denn nur die befruchteten Königinnen der Wespen überwintern, während das übrige Volk im Spätherbst abstirbt. Jetzt im Frühling suchen sich die glücklich durch den Winter gekommenen Jungköniginnen einen Ort, wo sie ihr Nest bauen und ein neues Volk gründen können.

Besonnenes Verhalten ist ganz wichtig, wenn sich ein solches Tier in einen Raum verirrt hat: Mund zu, Fenster auf. Nicht danach schlagen. Damit es nicht „zurückschlägt“ und sticht. Beobachten.  Wenn nötig mit einem Becher fangen und nach draußen befördern.

Samuel fragte dann noch: „Und wozu sind Wespen gut?“ Gute Frage! Ich überlege: Vielleicht erstmal, um einfach zu leben, so wie bei jedem Lebewesen? Muss eine Tierart immer gleich „zu etwas gut“ sein, also für den Menschen nützlich? Sicher ist: Innerhalb der Natur hat jede Tierart ihren Platz und ihren Sinn.

Hier (klick!) gibt es eine sehr informative Seite, über die man sich kurz und übersichtlich über das Leben der Wespen im Jahreslauf informieren kann.

Da steht auch, wozu Wespen „gut“ sind…

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Wespe: schwarz-gelb, mit Muster, glatte Oberfläche, Wespentaille, gelbe Beine.

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Biene: eher braunschwarz, behaart, oft mit „Pollenhöschen“ an den Hinterbeinen (hier nicht), schwarze Beine.

 

Die Vernichtung des Abenteuerspielplatzes?

Das fragt sich Erik aus der 7. Klasse, er ist schon seit Anfang an dabei und schreibt:

Was recht Trauriges ist passiert auf dem Abenteuerspielplatz. Ihr kennt doch hoffentlich den Hügel in der Mitte des Abenteuerspielplatzes und ihr wisst ja, dass er voll mit schönen Bäumen ist. Aber die wurden abgesägt und nun sieht  der Berg aus wie ein Baumfriedhof.

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Aus einem bestimmten Grund wurden die Bäume vielleicht abgesägt, weil sie innen morsch werden und einen unsicheren Halt haben? Auch wenn das so grottenhässlich aussieht, muss man einfach damit leben. 

Als wir in der Gartengruppe noch nach Frühlingszeichen suchten, also Zeichen, dass der Frühling beginnt, ist mir aufgefallen, dass der Rotkehlchenbestand enorm groß sein muss!

Euer ErikOLYMPUS DIGITAL CAMERA


Anmerkung der Redaktion 🙂

„Auf den Stock setzen“

Was da auf dem Abenteuerspielplatz passiert ist, nennt sich „auf den Stock setzen“ und bedeutet, dass die Bäume und Sträucher radikal heruntergeschnitten wurden, in dem Wissen, dass sie (meist, je nach Art) wieder austreiben werden.

Das haben Menschen schon vor Jahrhunderten gemacht, z.B. um Weidenruten für die Korbherstellung zu gewinnen oder um leichter an Feuerholz heranzukommen – denn die dann wachsenden „Stockausschläge“ sind nicht so massiv wie der Primärtrieb, also der ursprüngliche Stamm.

Oder man machte das, um undurchdringliche Hecken zu schaffen, ganz bekannt dafür ist die Hainbuche (Bild unten links, eine alte Hainbuchenhecke) mit dem eisenharten Holz, das unverwüstlich ist und immer wieder austreibt und so dichte Astgewirre bilden kann. Weiden sind ebenfalls bekannte Kandidaten dafür (Bild unten rechts), die Weidenruten sind vielseitig einsetzbar!

Heutzutage wird alle paar Jahre das Gleiche gemacht, nun aber meist aus Gründen der Verkehrssicherungspflicht, also für die Sicherheit, um herab brechende Bäume und Äste zu vermeiden, oder um dunkle Ecken wieder übersichtlicher zu machen. Die wertvolle Handarbeit wird dabei durch effektivere und dadurch billigere Abholzmaschinen ersetzt – zum Leidwesen der Bäume und Sträucher.

Tatsache ist wohl, dass dieser Anblick gar nicht erfreut – weder Menschen noch Tiere, wobei letztere hiermit ihren sicheren Unterschlupf verlieren!

Wir werden jedoch diesen Hügel im Blick behalten und beobachten, wie schnell sich die Bäume von diesem Eingriff erholen. Am Ende des Jahres wird es schon wieder ganz anders aussehen, und das ist doch ein Trost, oder?

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Gartenentwicklung

Unser Schulgarten wird vom Kurs NW-Profil Garten und der Garten-AG weiterentwickelt und gepflegt, sowohl auf dem Papier als auch ganz praktisch. (Siehe auch den letzten Blog-Beitrag!)

Unsere konkreten Pläne, die wir zusammen erarbeitet haben und an deren Umsetzung gearbeitet wird, sind:

  • ein weiteres Beet (Erdbeeren, Kartoffeln,…)
  • Obstbäume (Apfel, Birne, Kirsche)
  • Beerensträucher (Johannisbeeren, Stachelbeeren, Himbeeren)
  • eine echte Wiese
  • Kompost
  • weitere Gartengeräte
  • Teich
  • Gewächshaus
  • Zaun
  • Beetumrandungen aus Weidenruten

Mit Spenden ist uns bei der Umsetzung der Vorhaben sehr geholfen! Wir würden uns besonders freuen über:

  • Kies/Steine und Stahlgitter für den Teich sowie Bepflanzung
  • weitere Gartengeräte (Rechen/Laubfeger, Sauzahn, Kultivator bzw. Grubber, Grabgabel, Spaten…, gerne auch mehrfach
  • Johannisbeeren (rot, weiß, schwarz), Stachelbeere, Himbeeren
  • noch ein oder zwei Regenfässer
  • ein großes Bündel Weidenruten!

 

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Mögliche weitere schulische Nutzung des Schulgartens in den Fächern:

  • Hauswirtschaft (regionales, saisonales Gemüse, Kräuter, Pflaumen!)
  • Technik (Bau von Insektenhotel, Nisthöhlen)
  • NW, Bio

Auch fächerübergreifende Projekte lassen sich hier leicht realisieren!

 

 

Auf der Schulhomepage ist nun ebenfalls genauer über unser Engagement im Rahmen der Kampagne „Schule der Zukunft“ und über Bildung für Nachhaltigkeit mit Garten und Bienen nachzulesen (klick)!

 

Und zum Garten selbst, wie er gedacht und gemacht wird, gibt es natürlich weitere  interessante Informationen in diesem Blog (Seitenleiste, Blogbeiträge).

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Wie sieht dein Traumgarten aus?

Vor einem Jahr um diese Zeit gab es hinter dem Schulgebäude lediglich eine Rasenfläche, umsäumt von Buschwerk und den vier Bäumen, die schon auf dem Gelände standen.

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Heute können wir auf ein sehr vielfältiges Kräuterbeet, Blumen, ein Gemüsebeet und eine Fläche für eine Wildblumen-Wiese schauen, ebenso gibt es nun eine stabile Gartenhütte, Sitzgelegenheiten und Tische, ein Regenfass und eine Grundausstattung an Gartengeräten! Und noch manches andere mehr… Das haben wir zusammen geschafft, die Kinder mit mir, unser Hausmeister, der städtische Bauhof, Spenden vom Förderverein und auch von Kollegen sowie deren Mithilfe, wenn es ums Gießen in den Ferien ging. Das war ein arbeitsreicher, erfolgreicher Start!

Doch nun geht es weiter. Dieser Schulgarten soll noch vielfältiger und artenreicher werden, so dass die Schülerinnen und Schüler unserer Schule hier möglichst viel lernen und erleben können, aber auch genießen!

Deswegen habe ich mit den Naturentdecker*innen Ideen für die Weiterentwicklung gesammelt. Die Frage nach dem Traumgarten ermöglichte es uns, „wild zu denken“ und sehr vielfältige Wünsche zu formulieren. Hier sind sie:

„Mein Garten meiner Träume wäre mit Salatköpfen und ein paar Sonnenblumen, und schönen weiße Margariten mit Zitronenmelisse. Und es gibt keine braunen Stellen im Rasen, alles wäre schön grün. Äpfel- und Birnbäume würden prächtig blühen. Löwenzahn sprießt aus der Erde, man hört das Wasser in einem kleinen Bach fließen und Vögel würden zwitschern und die ganzen Pflanzen, Sträucher und Büsche würden prächtig wachsen. Die Sonne würde auf den Rasen scheinen und der Morgentau lässt die Früchte glänzen.“ (Malte)

Und hier sind noch mehr Traumgärten:

Zum Vergrößern bitte aufs Bild klicken!

Aus diesen gar nicht so „wilden“ Träumen lässt sich viel verwirklichen! Was und wie genau – das kann man hier in den nächsten Beiträgen mitlesen.

Bis dann!

Vogel-Mensa im Garten

Neulich, als es wieder einmal so richtig kalt war, haben wir im Garten eine improvisierte Vogelfutterstation eingerichtet, also eine Art Vogel-Mensa. Sie besteht erst einmal aus einfachen Untersetzern in Bodennähe; solange es trockenes Wetter ist, ist das ok.

Wir haben Sonnenblumenkerne und mit Fett vermischte Haferflocken ausgestreut, damit für möglichst viele Vogelarten der „Tisch“ gedeckt ist. Also für solche Vögel, die es gerne kernig und knackig mögen (z.B. Finkenarten, Kernbeißer…) und solche, die eher weichere Nahrung bevorzugen (z.B. Meisen, Rotkehlchen…).

Auf den Bildern sieht man oben ein Rotkehlchen und unten einen Kernbeißer mit dickem Schnabel mit einer Amsel. Amseln mögen sogar beide Sorten Futter!

Aber wir haben auch Meisenknödel angebracht. Ganz wichtig: Netz abmachen! OLYMPUS DIGITAL CAMERADenn es  kommt immer wieder vor, dass Vögel sich in den Netzen verhaken und dann qualvoll sterben. Insbesondere wenn die Netze leer sind und von den Menschen einfach vergessen wurden. Ronja aus unserer Gruppe erzählte, dass sie das schon einmal gesehen hat.

Und hässlich sind diese vergessenen Netze in den Bäumen und Sträuchern ja eigentlich auch, oder? Überhaupt: Plastikmüll gehört nicht in die Natur, weil er nicht so leicht von alleine wieder vergeht. Stattdessen sammelt er sich an und zerstört Leben. Das kann doch keiner wollen, oder? – Deswegen:

Meisenknödel OHNE Netze anbringen – so geht’s:

Wir haben die Knödel erst aus den Netzen befreit (und diese in einer Mülltonne entsorgt!) und dann eine Zeit lang auf einer Unterlage auf die Heizung gelegt. Dadurch werden sie etwas weich und formbar!

Schließlich haben wir die Knödel in Astgabeln von Bäumen und Sträuchern gedrückt. Wenn die Meisen und andere Vogelarten sie finden, bleibt bald nichts mehr von ihnen übrig! Und die Vögel werden gefahrlos satt.

Wer weiß, vielleicht findet sogar ein auffallender Buntspecht wie dieser hier unsere Vogel-Mensa? Warten wir’s ab und beobachten!

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Im Wald sein

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Loslaufen, zwischen den Bäumen eintauchen im Licht der späten Dezembersonne, der Fantasie im Spiel ihren Lauf lassen, magische Momente erleben und der Natur dabei ganz nah sein – so war es heute wieder. Angeregt durch eine alte Sage gingen die Schülerinnen und Schüler heute an den Bau einer besonderen Kugelbahn für — nein, das wird nicht verraten!  Nur soviel: wir hatten intensiven Spaß dabei, unsere Hände sahen schließlich so aus wie der Waldboden und die Zeit war wieder viel zu kurz!

Wann hast du dich zuletzt von Natur und Fantasie begeistern lassen?

 

Kunst im Kreis – Naturmandalas!

In den letzten Wochen haben wir aus Naturmaterialien Mandalas angefertigt. Mandalas sind  runde Bilder. Die Muster im Inneren sind immer auf die Mitte hin ausgerichtet. Es macht viel Spaß, Mandalas zu gestalten! Die meisten kennen sie zum Ausmalen aus Kindergarten und Schule, wenn es darum geht, einen entspannenden Moment in den schnelllebigen Alltag einzubringen.

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Mandals aus Naturmaterialien haben wir als Gruppenarbeit gemacht, so fordern sie viel Teamgeist – und Kreativität! Denn hier muss das Mandala ja nicht ausgemalt, sondern erst selbst erschaffen werden. Dazu kann man alles nehmen, was in der Natur so herumliegt – Abbrechen von lebendigen Ästen oder Pflanzen ist allerdings absolut tabu!

Wenn man daran geht, ein Mandala aus Naturmaterialien zu machen, sieht man plötzlich die Umgebung mit ganz anderen Augen an. Vorher war der Haufen da hinten einfach ein Haufen abgeschnittener, welker Äste aus dem Kräutergarten? Jetzt ist es eine wahre Schatzkiste und die erfrorenen Kapuzinerkresse-Stengel genau richtig, um zum Beispiel den äußeren Rand des Mandalas zu schmücken! Zweige, Blätter, Früchte… alles wird nun als Farbe, Form und Struktur wahrgenommen, eben mit künstlerischen Augen!

Natur ist Schönheit, manchmal gerade im Kleinen und Verborgenen – man muss nur genau hinschauen!