Auszeichnung vom NABU zum „Schmetterlingsfreundlichen Schulgarten“!

Mit großer Freude haben wir als eine von 15 landesweit ausgezeichneten Schulen  am 13.10. vom NABU die Auszeichnung unseres Schulgartens als „Schmetterlingsfreundlicher Garten“ entgegen nehmen dürfen! Im Kreis Paderborn sind wir damit die erste Schule überhaupt. Das macht uns schon ein wenig stolz. Andererseits zeigt es aber auch, dass es in Richtung Artenschutz und besonders für die Insekten hier noch sehr viel zu tun gibt!

Diese Auszeichnung bestätigt uns in unserem Anliegen, mit dem Schulgarten einerseits den Schüler*innen einen wunderbaren Lern-, Erlebnis- und Ausgleichsraum in der Natur zur Verfügung zu stellen und gleichzeitig einen aktiven Beitrag zum Schutz der Artenvielfalt beizusteuern. Es ist wirklich schön, dass nach dem sehr arbeitsaufwendigen diesjährigen Gartenjahr unsere Umsetzung eines Gartens eine solche Anerkennung bekommt!OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Dirk Tornede vom Natur-Infozentrum Senne (Bad Lippspringe) überreichte uns die Auszeichnung im Rahmen einer kleinen Feierrunde. Einige Schüler*innen aus der Garten-AG und ich, jüngere Geschwister, einige Kolleginnen, Schulleiterin Frau Diekmann-Brusche, Eltern und Vertreter der Presse waren anwesend. Es gab eine Urkunde und eine Plakette für uns, die bereits ihren Platz im Garten gefunden hat. Außerdem können wir uns über zwei richtig gute Bücher über Schmetterlinge und Insektenhotels freuen! Sie werden uns besonders in den kalten, nassen Wintertagen für unsere Planungen für die warme Jahreszeit helfen. Aber auch, wenn wir wieder einmal draußen einen schönen Schmetterling vorbeiflattern sehen und nicht wissen, welcher das ist. Die Sämereien für weitere Wildblumenwiesen verwahren wir wohl für das nächste Jahr.

Indem wir bei der Anlage des Gartens ein vielfältiges, einheimisches und giftfreies Nahrungsangebot für Schmetterlinge, Bienen und andere Insekten immer im Blick haben, können wir wenigstens bei uns, vor Ort, direkt hinterm Haus, einen konkreten eigenen Beitrag nach unseren Möglichkeiten leisten, um dem derzeit dramatischen und beängstigendem Insektensterben zu begegnen. Und wir sprechen darüber. Es ist zu wünschen, dass viele Menschen im Rahmen ihrer Möglichkeiten tätig werden würden: egal ob Fensterbank, Balkon, Garten, Baumscheibe… Es mehr blühen zu lassen mit einheimischen Blüten ist weder schwer noch teuer, und es macht Spaß.

Es könnte sonst vielleicht passieren, dass wir in Zukunft keinen selbstgepressten Apfelsaft mehr genießen können, den uns Dirk Tornede mitgebracht hat und womit der Nachmittag dann ausklang. Denn ohne bestäubende Insekten wären Früchte eine unbezahlbare Kostbarkeit und Frühling und Sommer wären stumm und öde – kein Summen, keine bunten Schmetterlinge und auch kein Zwitschern mehr — wer will das schon?! Also: wir nicht!!!

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Aufräumen, säen, pflanzen, Haufen anlegen: Vorbereitungen für die kalte Jahreszeit

Der Herbst kommt dieses Jahr gefühlt recht früh – Regen, Nebel, unbeständiges Wetter… Doch auch das hat seine schönen Seiten! Im Garten leuchten derweil die Farben noch einmal so richtig auf und signalisieren zugleich, dass der Tisch für die Bienen und Wildbienen weiterhin bei uns gedeckt ist:

Seit August gibt es nun bei uns das Ergänzungsfach „Ökologisches Gärtnern“ ab Jahrgang 8. Die Achtklässler*innen gehen mit zupackendem Engagement an die Sache heran. So sind die in der Sommerpause zugewucherten Flächen schnell wieder in eine gewisse Ordnung gebracht, die uns beim Bewirtschaften hilft.

So ist kürzlich ein Erdbeerbeet entstanden (vorne links), dass mit verschiedenen Sorten bepflanzt wurde. Die Tomaten haben wir vorne rechts abgeerntet und die Fläche erstmal mit Spinat und Feldsalat eingesät – je nachdem wie das Wetter wird, können wir dann im Winter/Frühjahr frischen Salat ernten.

Außerdem sind wir daran gegangen, 120 Krokusse in die Erde zu bringen, die am Gehölzrand im zeitigen Frühjahr eine erste Nahrungsquelle für Bienen und Wildbienen darstellen und beim Blick aus dem Fenster das Auge erfreuen.

An den Büschen haben wir außerdem einen Laubhaufen angelegt, der Igeln eine wohlige  Bleibe für den Winter sein kann. Und auch der Reisighaufen neben der Blumenwiese ist als Unterschlupf für Insekten ein wertvoller Lebensraum. Diese Haufen liegen also nicht „unordentlich“ in der Gegend herum, sondern sind wichtige Lebensräume für die im Garten lebenden Tiere!

Farben und Formen…

 … begeistern im Schulgarten! Und zeigen, dass er den Sommer gut überstanden hat. Nicht nur das durchwachsene Wetter war hilfreich, besonders auch Kolleginnen und SchülerInnen, die in den Ferien hier nach dem Rechten geschaut haben! DANKE!

Warum wir torffrei gärtnern – Projekttag im Großen Torfmoor bei Lübbecke

Am 06.07.2017 haben wir uns auf den Weg ins Große Torfmoor bei Lübbecke gemacht, um unser Wissen zum Moor-, Klima- und Umweltschutz zu vertiefen. Was hat Torf mit unserem Klima zu tun? Torf ist eine bestimmte Art von Erde und entsteht ausschließlich in Mooren. Moore gibt es weltweit nur wenige, sie machen nur 3 % von der Landflächen der Erde aus. Aber sie speichern darin 30 % des gesamten terrestrischen Kohlenstoffs, also viel mehr als es Wälder können! Jeder weiß, wie wichtig Wälder für das Klima sind – wenn aber Moore trockengelegt oder als Rohstofflieferanten für Torf genutzt werden (der z.B. in Blumenerde verkauft wird), dann entstehen besonders viele klimaschädliche Treibhausgase wie z.B. Kohlendioxid, Lachgas oder Methan und verschärfen so den weltweiten Klimawandel. Deswegen bewirtschaften wir unseren Schulgarten nicht nur ökologisch, sondern auch bewusst torffrei. Im Winter hatten sich die Schülerinnen und Schüler, die den Schulgarten betreuen, intensiv damit beschäftigt.

Und das ist auch der Grund, warum sich mit der Garten-AG, dem Profilkurs Garten von Frau Kazmierczak und dem NW-WPI-Kurs von Frau Lehnen knapp 50 Schülerinnen und Schüler aus den Jahrgängen 5-7 auf den Weg ins Große Torfmoor bei Lübbecke gemacht haben. Es gehört zu den bedeutenden Moorlandschaften Europas, und dort gibt es Klimaschutzgründe zum Anfassen und Bestaunen.

Bei herrlichem Ausflugswetter wurden wir am Moorhus begrüßt, teilten die Gruppe auf und machten uns auf Entdeckungstour. Zunächst zeigte uns unsere Moorführerin einen Überblick über die Ausstellung im Moorhus. Dort konnte man viele faszinierende Dinge über das Moor erfahren und sogar eine Nachbildung einer Moorleiche bestaunen. Dann sind wir ins Moor gewandert und haben dabei unterwegs so viele spannende Tiere und Pflanzen gesehen und gehört, dass wir eigentlich alle paar Meter wieder standen und staunten und fragten – und viel fotografierten! Nicht wenige hatten schließlich Akku- oder Speicherplatzprobleme…

Wie ist das Moor überhaupt entstanden? Was macht ein Moor und seine Bewohner so einzigartig? Wie hängen Klimawandel und Moorschutz zusammen? Was kann man selber für den Erhalt der Moore tun? Das und vieles mehr haben wir unterwegs erforscht, gehört und besprochen. Unsere Moorführerin hat uns alles mit viel Wissen und Begeisterung nahegebracht, und die Begeisterung war ganz schnell auch bei uns zu spüren, so dass die Stunden im Moor viel zu schnell vergangen sind.

Neben den vielen spannenden Einblicken war ein Höhepunkt sicher die „Moormatschkuhle“. Hier durfte man im Matsch herumzulaufen. Aber Achtung: da konnte man auch schon über die Knie einsinken! Es hat riesigen Spaß gemacht! Wer sich nicht hinein traute, konnte anhand von Wasserproben aus dem Moor und anderswo die PH-Werte erforschen und vergleichen.

Auf dem Rückweg wurden hier und dort schon Pläne geschmiedet, mit den Eltern und Familie bald wieder einen Tagesausflug hierhin zu unternehmen. Auf der Rückfahrt fuhren wir ganz nah an einem Storchenhorst vorbei, in dem 2 Störche zu sehen waren – diese Gegend ist auch bei Störchen sehr beliebt. Für uns aber stand fest: das war ein Ausflug, den wir unbedingt wiederholen sollten!

 

„Jedem Kind ein Stück Garten!“ Gedanken zum 1. Tag des Schulgartens

Heute ist der bundesweit erste Tag des Schulgartens. Damit soll die Bedeutung und Wichtigkeit von Schulgärten gewürdigt und bewusst gemacht werden. Und das ist in einer immer technisierter werdenden Lebenswelt sowohl als Weckruf als auch als  Bestärkung zu verstehen, das Lernfeld „Garten“ und damit „Natur“ in den Blick zu nehmen und fest in der schulischen Bildung zu verankern. Schulgarten und Bildung für Nachhaltigkeit gehen dabei Hand in Hand.

Denn es geht um mehr als „nur Garten“. Nein, ein Schulgarten ist ein wahrer Schatz! Für uns ist er ein „grünes Klassenzimmer“ und unser Zentrum für praktische Umweltbildung und für Bildung für Nachhaltigkeit.

Als Lehrerin bin ich in den ersten Berufsjahren wirklich überrascht gewesen, wie oft Kinder und Jugendliche kaum Bezug zur Natur hatten… Damals dachte ich: „Jedem Kind ein Stück Garten!“ Warum? Der achtsame Umgang mit der Natur fördert nicht nur wertvolles Wissen über sie. Ganz nebenbei wachsen auch Empathie und Mitgefühl, verfeinern sich Wahrnehmung und Sinne, stärkt sich das Selbstbewusstsein, geschieht Übernahme von Verantwortung, …

Wie wichtig für Heranwachsende (und nicht nur für diese) ein intensiver, positiv besetzter Bezug zur Natur ist, ist von wissenschaftlicher Seite belegt und vielfach nachzulesen. Wer selbst in der glücklichen Lage war, naturnah aufzuwachsen, die Natur immer mehr verstehen zu lernen und sich in ihr zurechtzufinden, weiß, welches Schatz an intensiven, tollen Erfahrungen er oder sie auf den Weg mitbekommen hat.

Wie wunderbar ist es, Zusammenhänge zu verstehen, um es z.B. den Pflanzen im Garten so leicht wie möglich zu machen, zu wachsen und zu gedeihen! Wie toll ist es, eigenes Gemüse, Obst, Kräutertee oder Gewürze dann zu ernten, ein Fest für die Sinne! Und wie spannend ist es auch, mehr über unsere Lebensmittel aus dem Garten und ihre Eigenschaften und Geschichte zu erfahren! Und was man damit machen kann!

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Nur was man wirklich wahrnimmt, kennen lernt und wertschätzt, kann man wirklich von Herzen gerne schützen: Boden, Wasser, Pflanzen, Tiere, Klima, …  Das ist so wichtig wie nie zuvor.

Schatz auf der Wiese: unser Bauerngarten!

Seit März gab es sehr viel Arbeit im Gartengelände, weshalb die Berichterstattung im Blog hier etwas zu kurz kam.

Der Grund: ein gut 60 qm großer Bauerngarten hat bei uns Einzug gehalten!! Damit haben sich unsere Möglichkeiten zum Lernen, Erleben und Genießen im Garten vervielfacht, und das war mir ein großes Anliegen. Unsere Schüler*innen haben nun einen klassischen Bauerngarten, der vielseitig genutzt und genossen werden kann.

Innerhalb der zwei eigentlichen Gartenstunden pro Woche konnten wir manches, aber bei Weitem nicht genug schaffen. Viele Stunden zusätzlicher Arbeit draußen und Wege (in Freistunden, an Nachmittagen, Abenden und auch mal am Wochenende) waren bisher dazu nötig, ab und zu auch mit Unterstützung der Schüler*innen, die ebenfalls ihre freie Zeit dafür genommen haben. Den Zaun und das selbstgemachte Tor hat unser auch sonst sehr hilfreicher Hausmeister beigesteuert. Herzlichen Dank, Josef!!

Hier sind ein paar Einblicke von der Entstehung unseres „Ackers“:

Zunächst mussten wir den Platz auf der Wiese gut ausmessen:

Dann kamen die Mitarbeiter vom Städtischen Bauhof und haben uns das Areal bestens vorbereitet. Da war nun also ein Acker, links daneben sieht man auch die beiden neu gepflanzten Obstbäume (mit Baumpfosten):

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Dieser Acker sollte sich nun in einen Bauerngarten verwandeln. Dafür musste er in bestimmte Bereiche für Beete und Wege eingeteilt werden:

(Fotos: Bastian)

Das war eine langwierige Arbeit, weil man (wie so oft) sehr genau arbeiten musste, denn so wie wir das jetzt abgemessen haben, so bleibt es für viele Jahre! Die Jungs aus dem 6. und 7. Jahrgang haben dabei super mitgemacht!

Gleichzeitig mussten aber auch Pflanzen gesät werden und unsere neuen Obstbäume immer wieder gegossen werden:

(Fotos: Bastian)

Außerdem haben auch die anderen Beete weitere Zuwendung benötigt.

(Fotos: Bastian)

Dann ging es daran, alles für den Zaun zu besorgen. Den Zaun gesetzt, das hat wie gesagt unser Hausmeister mit viel Liebe zum Detail. Hier zwei Vorher-Nachher-Fotos:

Tja, und dann waren da ja noch die Beete und Wege, die mit einer Beetkante aus Brettern und Pfosten sauber getrennt werden mussten. Damit man damit später keine Arbeit mehr hat. Die Wege haben wir ebenfalls aus diesem Grund mit Rindenmulch ausgelegt und die Beete mit Komposterde verbessert.

Und auch die vielen Sträucher wurden gepflanzt, nicht ohne auch zwischendurch mal innezuhalten, weil das doch ganz schön viel Arbeit oder auch einfach mal zu heiß war… Dabei sind auch gespendete Sträucher, vielen Dank!

Außerdem mussten die Beete noch einmal gründlich durchgearbeitet werden, um sogenanntes Unkraut zu entfernen. Wer meint, dass das keinen Spaß macht, kann ja mal bei uns vorbeischauen und sich vom Gegenteil überzeugen:

So, und dann kamen die Beete mit Einsaat und Bepflanzung an die Reihe, hier sieht man unser Tomaten-Salat-Kohlrabibeet.

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Wir haben hier in den letzten Monaten sehr viel geschafft. Ich glaube, ich kann für viele  von uns Gartenaktiven sagen: das erfüllt uns mit Freude und auch ein bisschen Stolz. Und ich denke, das dürfen wir auch, oder? 🙂

 

Unser Komposthaufen ist startklar!

Mit den Gartenkisten vom letzten Jahr brauchten wir nicht unbedingt eine Komposthaufen anzulegen, weil dabei nicht genug an Gartenabfällen anfallen würde. Aber die neuen Beete vom Herbst und dazu der gerade entstehende „Acker“ rufen geradezu danach! Auch die frischen Grünabfälle aus der Küche finden hier einen guten Platz.

Zuerst musste der Holzrahmen aufgebaut werden. Wie man sieht, in guter Teamarbeit.

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Anschließend haben wir gemeinsam überlegt, wo genau wir den künftigen Komposthaufen aufstellen wollen. Er muss halbschattig stehen, praktisch erreichbar, aber optisch nicht unbedingt präsent sein.

 

Nun steht er da, gleich doppelt, um alle künftigen Grünabfälle aufzunehmen. Nach ein paar Monaten wird hier schon mit Hilfe von verschiedenen Bodenorganismen wertvolle dunkle Komposterde entstanden sein! Diese wird dann wieder auf die Beete ausgebracht und stärkt die Pflanzen. Kompost ist daher ein wichtiger Bestandteil jedes Gartens.

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Auf was man bei der Schichtung der Grünabfälle achten muss, kann man hier auf unserem Blog im Laufe des Gartenjahres nachlesen.

Erste Ernte 2017 – Feldsalat schmeckt gut!

Vor einigen Wochen haben wir uns daran gemacht, den Feldsalat zu ernten, den wir Ende letzten Jahres gesät hatten. Das erste Mal in diesem Jahr, dass wir geerntet haben! So sah das Beet vorher und nachher aus:

Auch Ernten will gelernt sein – wie fasst man solche eine Pflanze eigentlich an? Was davon kann man essen und was nicht?

Als wir einen ganzen Eimer voller Salat hatten, musste er erst geputzt und gewaschen werden, denn er war ja voller Erde von der Ernte. Beim „Putzen“ macht man die vereinzelten welken Blätter und die Wurzeln ab. Zum Waschen muss man den ganzen Salat mehrmals mit frischem Wasser waschen, um die Erde zu entfernen.

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Dann noch eine leckere Salatsoße drauf, alles gut mischen, und der Schmaus kann beginnen!

 

P.S.: Es blieb nichts übrig 🙂

 

 

Ein Weidenzaun entsteht

In diesem Frühjahr haben unser Hausmeister, Herr Steppeler, und ich Weidenruten geschnitten. Man glaubt ja nicht, wie schwer solch ein Bündel frischer Zweige ist…..

Frische Weidenruten sind sehr biegsam, deswegen kann man alles Mögliche daraus herstellen, z.B. einen praktischen Weidenzaun. Dafür muss man erstmal die Weidenruten besorgen, aber auch dickere Holzpflöcke oder Zweige, die man als Zaunpfähle fest in die Erde schlägt.

Danach webt man die Weidenruten, die möglichst nicht so dick sein sollten (gut sind einjährige Ruten) immer abwechselnd um die Pflöcke, am besten am Anfang mal von der einen, mal von er anderen Seite, damit die Pflöcke gleichmäßig belastet  und nicht schief werden.

Man spricht davon, Weiden zu flechten, aber eigentlich handelt es sich um Weben!

Und immer so weiter … bis es so hoch ist, wie man möchte. Die Enden werden gleichmäßig auf eine Länge abgeschnitten, und dann kann man als Abschluss auch noch eine Verzierung obendrauf anbringen. Diese hier ist noch in Arbeit:

Zum Flechten müssen die Zweige übrigens ziemlich frisch sein!

Wer das jetzt probieren möchte, muss aber erstmal warten, denn Bäume schneiden oder sogar fällen darf man nur zwischen Oktober und Februar, damit z.B. Vögel beim Brüten im Frühling und Sommer nicht gestört werden. Außerdem würden die Pflanzen, die jetzt mitten im Frühling gerade sehr mit Wachsen und Austreiben beschäftigt sind, ihren Baumsaft zu sehr verlieren, sie würden aus den Schnittstellen tropfen, also regelrecht „ausbluten“ und dadurch sehr geschwächt! Daher ist das Flechten von Weidenruten traditionell eine typische Herbst-Winterbeschäftigung.